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22.03.2018 (Quelle: Beerdigungsinstitut Schulz)
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Comic-Helden im Bestattungsinstitut


Beerdigungsinstitut Schulz zeigt Fotos zum 35. Todestag von Comic-Zeichner Hergé

Unvergessen sind die Abenteuer von Tim und seinem Hund Struppi. Derzeit sind die beiden Comic-Helden in einem liebevoll gestalteten Schaufenster des Beerdigungsinstituts Schulz in Küppersteg zu sehen. Sie begleiten Fotos von der letzten Ruhestätte ihres geistigen und zeichnerischen Schöpfers Hergé, der im März vor 35 Jahren verstarb.

Nicht nur als Bestatter, sondern vor allem auch als gelernter Fotograf ziehen alte, urige Friedhöfe Volker Schmitz immer wieder in ihren Bann. Einer seiner zahlreichen Fotostreifzüge führte ihn auf den Cimetière du Dieweg, einen vollkommen verwilderten Friedhof in Brüssel. Zwischen von Pflanzen überwucherten Gräbern mit zum Teil eingesunkenen Grabsteinen und imposanten, aber stark von der Witterung gezeichneten Grüften hat Schmitz die letzte Ruhestätte von Comic-Autor und -Zeichner Hergé entdeckt. „Der Friedhof ist total verwildert und von Verfall gekennzeichnet. Genau das macht aber seinen Reiz aus“, erzählt Volker Schmitz und ergänzt: „Auf Hergés Grab bin ich nur durch Zufall gestoßen.“ Hergé, der am 3. März 1983 an einer Lungenfehlfunktion verstorben war, wurde auf dem Cimetière du Dieweg beigesetzt, obwohl der Friedhof eigentlich bereits 1958 stillgelegt wurde.

Gemeinsam mit Dekorateur Udo Bader hat Volker Schmitz anlässlich des 35. Todestages von Georges Prosper Remi – wie Hergé mit bürgerlichem Namen hieß – seine Fotos vom Friedhof Dieweg mit Infos über den belgischen Zeichner und dessen bekannteste Comicfiguren, Tim und Struppi, liebevoll in Szene gesetzt. Zu sehen sind diese derzeit in den Schaufenstern des Beerdigungsinstituts Schulz, Küppersteger Straße 39 in 51373 Leverkusen.

„Hergés Comics kann man auch heute als Erwachsener noch mit viel Freude lesen“, begründet Schmitz die Entscheidung, mit der Schaufenstergestaltung an den Zeichner zu erinnern. 1924 – mit noch nicht einmal 17 Jahren – veröffentlichte Hergé seinen ersten Comic in einem Pfadfindermagazin. An den Abenteuern von „Tim und Struppi“, seinem umfangreichsten Werk, zeichnete und schrieb er von 1929 bis zu seinem Tod. Sind die ersten Geschichten heute umstritten, da sie rassistische Darstellungen enthalten, den Kolonialismus befürworten und den Bolschewismus verteufeln, gelang Hergé ab dem 5. „Tim und Struppi“-Band „Der blaue Lotus“ ein Umbruch. Ein kritischerer Blick auf die Welt, exakte Beschreibungen der Schauplätze, die Tim und Struppi bereisten, und fantastische Erzählelemente machten die belgischen Comic-Helden letztlich bis heute unvergessen. Gleich mehrfach schafften sie es auf die Kinoleinwand – zuletzt computeranimiert in „Tim und Struppi: Das Geheimnis der Einhorn“.


Bilder, die sich auf Comic-Helden im Bestattungsinstitut beziehen:
06.03.2018: Volker Schmitz mit Schaufensterdekoration

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Letzte Änderung am 22.03.2018 17:03 von leverkusen.
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