Stadtplan Leverkusen
14.07.2017 (Quelle: Rhein Ruhr Olympic City)
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Rhein Ruhr Olympic City-Initiative stellt aktuelles Sportstättenkonzept für städteübergreifende Olympia-Bewerbung Nordrhein-Westfalens für das Jahr 2032 vor


Auf einer Pressekonferenz stellte die heute die Rhein Ruhr Olympic City-Initiative im Beisein von Ministerpräsident Armin Laschet und Oberbürgermeister Uwe Richrath ihr Konzept für die Olympischen Spiele 2032 vor. In Leverkusen könnten Fußballspiele in der BayArena ausgerichtet werden.

Die Rhein Ruhr Olympic City-Initiative des Sportmanagers Michael Mronz zu einer möglichen Bewerbung Nordrhein-Westfalens für Olympische und Paralympische Spiele im Jahr 2032 nimmt Konturen an. In den letzten acht Monaten wurde intensiv und in enger Absprache mit zahlreichen Kommunen aus ganz NRW an einem Planungspapier gearbeitet, welches in einem ersten Schritt die mögliche Zuteilung der olympischen Sportarten auf die einzelnen Städte in einer Rhein Ruhr Olympic City ausweist. Die Erstellung des Planungspapiers erfolgt rein privatwirtschaftlich.
Landespolitik und Kommunen begrüßen die Initiative einer städteübergreifenden Olympiabewerbung Ministerpräsident Armin Laschet: „Wir begrüßen und unterstützen die Initiative für eine Bewerbung der ‚Rhein Ruhr Olympic City‘ für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2032. Die einzigartige Metropolregion im Herzen Europas verfügt über eine lange sportliche Tradition, eine große Sportbegeisterung und eine in ihrer Vielfalt einzigartige Sportlandschaft.“ Der Ministerpräsident betonte: „Ich freue mich über die Aufbruchstimmung, die die beteiligten Städte heute verbreitet haben und ich bin überzeugt: Durch ein von Beginn an transparentes Bewerbungsverfahren und eine frühzeitige Einbindung der Kommunen kann eine breite Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger erreicht werden. Olympische Spiele an Rhein und Ruhr bieten die Chance, innovative und nachhaltige Spiele möglich zu machen. Sie schaffen eine neue Dynamik für unser Land.“
Mehr als 80% der benötigten Sportstätten und Veranstaltungsorte zur Durchführung Olympischer und Paralympischer Spiele sind in der Metropolregion bereits heute vorhanden. „Die zentrale Frage, die sich uns von Beginn an gestellt hat, war: wie können wir die in Europa einmalige und bestehende Sportstätteninfrastruktur der Metropolregion Rhein-Ruhr sinnvoll nutzen, um ökonomisch und ökologisch nachhaltige Olympische und Paralympische Spiele in NRW zu gestalten“, so Michael Mronz.
Bereits heute können über 618.000 Zuschauer gleichzeitig in den vorhandenen Veranstaltungsorten Platz nehmen. 147.000 Hotelbetten stehen aktuell allein in einer Rhein Ruhr Olympic City zur Verfügung, was die Anforderungen des IOCs von 42.000 Hotelzimmern bei weitem übertrifft.
Aufteilung der olympischen und paralympischen Sportarten auf insgesamt 13 Städte Insgesamt umfasst die aktuelle Zuteilung der Sportarten im aktuellen Planungspapier mit Aachen,
Bonn, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Köln, Krefeld, Leverkusen,Mönchengladbach, Oberhausen und Recklinghausen 13 Städte. Die gesamte Metropolregion Rhein Ruhr kann dabei auf 24 Großsporthallen mit einer Kapazität von mehr als 3.000 Plätzen sowie 16 Stadien mit einer Kapazität von mehr als 30.000 Plätzen zurückgreifen. Neun Großsporthallen bieten dabei mehr als 5.000 Zuschauern Platz, fünf Stadien weisen eine internationale Sitzplatzkapazität von über 45.000 Zuschauerplätzen aus. Hinzu kommt die Möglichkeit, die zahlreichen Indoor-Sportarten auf einer Fläche von 704.000m² der Messen in Essen, Dortmund, Düsseldorf und Köln auszutragen.
Ein weiterer wichtiger Planungsansatz neben der Nachhaltigkeit ist die optimale Auslastung und Ausnutzung der Sportstätten unter Berücksichtigung einer stimmungsvollen Atmosphäre, die Olympische und Paralympische Spiele vor einer einmaligen Kulisse garantieren soll. So ist unter anderem geplant, die top Handball-, Volleyball und Basketballspiele in großen Arenen wie der Düsseldorfer Esprit-Arena vor mehreren zehntausend Zuschauern auszutragen. Eine hohe Zuschauerkapazität ermöglicht geringe Eintrittspreise, bei gleichzeitig hohen Gesamt-Ticketerlösen, die zur Refinanzierung beitragen. Weniger stark nachgefragte Spiele können in kleineren Arenen wie dem ISS-Dome in Düsseldorf, der König Pilsener-Arena in Oberhausen oder dem Telekom Dome in Bonn stattfinden, so dass auch hier eine hohe Auslastung und eine der Sportart und den Sportlern olympiawürdige Stimmung zu erwarten ist.
Auch temporäre Sportstätten sind im Planungspapier der Rhein Ruhr Olympic City verankert. In der VELTINS-Arena sollen zum Beispiel sämtliche Schwimmwettbewerbe stattfinden. Dazu werden temporäre Schwimmbecken installiert, sodass kein neues Schwimmstadion gebaut werden muss.
„Sportarten können sich in unserem Konzept vor einer Kulisse präsentieren, die es in der Olympischen Geschichte noch nicht gegeben hat“, so der Sportmanager.
Die zur Verfügung stehende Messefläche von 704.000m² lässt eine enorme Flexibilität bei den IndoorSportarten zu und unterstreicht die Nachhaltigkeit im vorliegenden Sportstättenkonzept. Fechten in der Koelnmesse, Ringen, Schießen und Skateboardfahren in der Westfalenhalle Dortmund, Badminton, Bahnrad, Tischtennis und Judo in Düsseldorf, Gewichtheben, Karate, Taekwondo und Sportklettern in Essen: die Möglichkeiten sind einmalig. „Los Angeles mit 68.000m², Tokio mit 100.000m² oder Paris mit 470.000m² Messefläche lassen erahnen, welches Potential wir in einer Rhein Ruhr Olympic City für die Indoor-Sportarten haben“, sagt Mronz.
Neben den festinstallierten Stadien wie der Lanxess-Arena in Köln (Kunstturnen und Rhythmische Sportgymnastik), der Reitsportanlage in Aachen, dem SparkassenPark in Mönchengladbach (Hockey) oder dem flexiblen Einsatz der Hallen, haben sich die Initiatoren auch Gedanken darüber gemacht, wie man einige markante Landmarken der Region in das Konzept einbeziehen kann.
So ist geplant, die Mountainbike-Wettbewerbe im Recklinghäuser Landschaftspark Hoheward stattfinden zu lassen, BMX am Weltkulturerbe Zollverein oder Bogenschießen vor dem Schloss Brühl.
Auch vorhandene Freiwasserflächen wie der Fühlinger See in Köln (Triathlon, Marathon-Schwimmen) oder die Regattabahn in Duisburg (Kanu und Rudern) sind Bestandteil des Planungspapieres.
Der einzige Neubau im aktuellen Planungspapier ist der einer Kanuslalom-Strecke. Michael Mronz macht deutlich: „Wichtig ist, dass wir mit dem aktuellen Planungspapier ein working paper haben, dass kein Bewerbungspapier darstellt. In Abstimmung mit den Kommunen werden wir das aktuelle Planungspapier stetig weiterentwickeln und an neue Begebenheiten und Entwicklungen anpassen.
Daher ist es umso erfreulicher, das wir so zahlreiche Optionen in einer Rhein Ruhr Olympic City haben, um flexibel und stets im Sinne der Nachhaltigkeit auf mögliche Anpassungen reagieren zu können“.
Drei Themenblöcke sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht berücksichtigt: Das Medienzentrum, das olympische Dorf und das Leichtathletik-Stadion. Dies gilt es im weiteren Planungsprozess zu eruieren und klug zu planen, denn: „Wir wissen heute noch nicht, wo der größte Wohnungsbedarf im Jahr 2032 herrscht. Doch genau darauf sollte der Bau des olympischen Dorfes hin ausgerichtet sein. Wir wissen heute noch nicht, ob ein Verein wie zum Beispiel der 1. FC Köln ein Stadionneubau plant. Dahingehend könnte bei einem Neubau eine temporäre Leichtathletikbahn eingeplant werden.
Ich bin ein Freund davon, die Dinge dann anzugehen wenn sie anstehen. Derzeit gibt es hierzu nichts zu entscheiden, aber natürlich beschäftigen wir bereits mit diesen Themen“, so Mronz. Und weiter: „Im jetzigen Planungsprozess wollen wir aufzeigen, dass die Möglichkeiten der vorhandenen Sportstätten der Region Rhein Ruhr Olympische und Paralympische Spiele mit einer vernünftigen Kosten-Nutzen-Relation möglich machen und bereits heute ökologisch und ökonomisch nachhaltig sind“.
Klar ist, mit den aus einer Rhein Ruhr Olympic City resultierenden Chancen soll eine Beschleunigung für essentielle Zukunfts-Themen wie Infrastruktur, vernetzte Mobilität und fortschreitende Digitalisierung in NRW eng einhergehen. „Die Olympischen Spiele sollen kein reines Leuchtturmprojekt werden, sondern vielmehr Motor für einen Investitionsschub in den Bereichen Infrastruktur, vernetzte Mobilität und Digitalisierung, von denen die Menschen in ganz NRW langfristig profitieren. Das ist unser Anspruch an unsere Vision nachhaltiger Spiele, wie es auch das IOC verfolgt“, fasst Michael Mronz zusammen.

Initiative aus der Mitte der Gesellschaft mit starken Partnern:
„Angebot an die Politik und Sportpolitik; Chance, Kirchturmdenken aufzubrechen“
Im Sommer 2016 entstand erstmals die Idee zu der Initiative, der sich mit den Unternehmen Daimler, Deutsche Post, Evonik, Rheinischer Sparkassen- und Giroverband, RAG-Stiftung, dem Verbund der RheinEnergie, Stadtwerke Düsseldorf und Stadtwerke Duisburg inzwischen sechs Goldpartner und ein Bronzepartner (Koelnmesse) als Förderer angeschlossen haben. „Wir verstehen die Idee der Rhein Ruhr Olympic City als eine Initiative aus der Mitte der Gesellschaft heraus und als ein Angebot an die Politik und an die Sportpolitik“, erklärt Michael Mronz. „Unter den Partnern herrscht Konsens, dass der Gedanke einer städteübergreifenden Bewerbung für Olympische Spiele eine große Chance in sich birgt, das Kirchturmdenken der einzelnen Städte aufzubrechen und sich als eine zusammenhängende Region zu begreifen, um übergeordnete Themen und Visionen zu beschleunigen und voranzutreiben“, so Mronz.

Oberbürgermeister Uwe Richrath
„Die Menschen an Rhein und Ruhr sind sportbegeistert. Zugleich gibt es hier so viele Sportstätten und Hotels, dass für olympische Spiele kaum neue Infrastruktur aus dem Boden gestampft werden müsste.
Das spricht für die Rhein Ruhr Olympic City-Initiative, die Leverkusen als Sportstadt unterstützt.
Hier trainieren zahlreiche Athleten unterschiedlicher Disziplinen, die bei Olympiaden und Paralympics immer wieder große Erfolge feiern. Für unsere Sportler wären solche Heimspiele absolut einzigartig.“


Bilder, die sich auf Rhein Ruhr Olympic City-Initiative stellt aktuelles Sportstättenkonzept für städteübergreifende Olympia-Bewerbung Nordrhein-Westfalens für das Jahr 2032 vor beziehen:
14.07.2017: Olympia-Bewerbung

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Letzte Änderung am 14.07.2017 17:41 von leverkusen.
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