Stadtplan Leverkusen
10.04.2010 (Quelle: TSV Bayer 04)
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Markus Esser: Mit Konstanz zu alter Stärke


Die Wachablösung erfolgte 2006 im Ulmer Donau-Stadion. Hammerwerfer Karsten Kobs wollte sich seinen achten nationalen Titel in Folge sichern und als bester Deutscher zur Europameisterschaft nach Göteborg (Schweden) reisen. Doch der damals 26-jährige Leverkusener Markus Esser machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Er schnappte seinem Vereinskollegen Kobs den Titel mit 33 Zentimetern Vorsprung vor der Nase weg und leitete damit eine neue Rangordnung im deutschen Hammerwurf ein.

Markus Esser sollte von nun an das Maß der Dinge sein. Bis 2008 beherrschte der Leverkusener das Geschehen, doch im vergangenen Jahr wurde nun Esser an gleicher Stelle wie damals Kobs von der Spitze abgelöst. Der gebürtige Russe Sergej Litvinov (LG Eintracht Frankfurt) sicherte sich mit 76,46 Metern seine erste Deutsche Meisterschaft. Nur acht Zentimeter trennten Esser und Litvinov. Auch sechs Wochen später bei den Weltmeisterschaften in Berlin war die Reihenfolge Litvinov (76,58 m) vor Esser (76,27 m).

„Es war ein schlechtes Jahr und ich bin nicht mehr Deutschlands bester Hammerwerfer“, stellt Esser trocken fest. Obwohl das nur die halbe Wahrheit ist, denn in der Bestenliste aus dem vergangenen Jahr steht der Leverkusener vor dem Frankfurter. Doch Esser fühlt sich nicht mehr als Gejagter sondern in der Rolle des Jägers. Auch Trainer Helge Zöllkau sieht die Konkurrenz als Ansporn für den Leverkusener Routinier. „Ein starker Gegner im eigenen Land hat auch Ralf Bartels im Kugelstoßen gut getan.“

Aber die Ziele für das Europameisterschaftsjahr formuliert Esser bescheiden. „Beständig, gut und weit“, so die kurze Zielformel für den 30 Jahre alten Sportsoldaten. Konstanz als Schlüssel zum Erfolg. „Ich sehe mich nicht als Medaillenkandidat. Ich möchte im Sommer regelmäßig über 78 Meter werfen.“

Ohnehin plant Esser mit seinem Trainer langfristiger. In einem Vier-Jahres-Rhythmus ist das Training auf die Olympischen Spiele 2012 in London ausgerichtet. Dann soll es wieder richtig weit gehen für den Olympia-Siebten von Peking. „83 oder vielleicht 84 Meter möchte ich dann werfen“, sagt Esser, der das letzte Mal 2007 die 80-Meter-Marke knackte. Was nach Karriereende aussieht, ist keines. Es ist eine Zwischenstation auf dem Weg zu seinen vielleicht fünften Olympischen Spielen. „Wenn die Gesundheit mitmacht, habe ich mir 2016 als endgültige Deadline gesetzt.“

In naher Zukunft steht erst einmal das Trainingslager im portugiesischen Monte Gordo an, in dem Esser weiter an seiner Form feilt. Er sei auf einem guten Weg, sagt er und möglicherweise sieht man ihn dann Mitte Juli bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig (17./18.07.) wieder ganz oben auf dem Treppchen und die alte Rangfolge ist wieder hergestellt.


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Letzte Änderung am 10.04.2010 19:36 von leverkusen.
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