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20.06.2017 (Quelle: Gut Ophoven)
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NaturGut Ophoven stellt klimafreundliche Brennstoffe vor


Was kommt auf den Grill?

Wie kann man klimafreundlich grillen? Für die CO2-Bilanz ist es zwar entscheidender, was auf den Rost gelegt wird, aber auch die Auswahl des richtigen Brennstoffs trägt zum Klimaschutz bei.

Holzkohle
Jährlich werden deutlich über 240.000 Tonnen Grillholzkohle und Grillbriketts nach Deutschland importiert. Das meiste stammt aus Osteuropa, Paraguay, Nigeria und Nicaragua. Die Kohle aus Afrika und Südamerika entsteht häufig als Nebenprodukt bei der Waldrodung für Plantagen und Viehweiden. Nicht selten stammt es aus illegal geschlagenen Tropenwäldern. „In Deutschland wird diese Kohle um- bzw. abgefüllt und mit heimischen Restabfällen vermischt. Das ist für das Label „Made in Germany“ ausreichend“, erklärt Britta Demmer. Kohle aus echten heimischen Hölzern zu kaufen, bedürfe deshalb einiger Recherche.

Klimafreundliche Alternativen
Beim Kauf sei das FSC-Siegel (Forest Stewardship Council, Ziel ist die Erhaltung der Wälder für zukünftige Generationen) ein Indikator für Rohstoffe aus ökologisch verträglicher Waldwirtschaft, erklärt Stefan Brandt, Hobby-Griller und ehrenamtlicher Mitarbeiter des NaturGuts Ophoven. Es gibt Holzkohle und -briketts aus deutscher Produktion aus nachhaltig bewirtschafteten Buchenbeständen und mit günstigeren Transportwegen. „Der höhere Preis der Produkte relativiert sich durch eine längere Brenndauer“, so Stefan Brandt. Leide gäbe es nicht viele Anbieter.
Neuerdings werden Grillbriketts auch aus Kokosfasern und Olivenkernen auf dem deutschen Markt angeboten. Sie sind Abfallprodukte, die bei der Produktion von Kokosmilch oder bei der Pressung von Olivenöl anfallen. Da sie aus Griechenland oder Asien stammen fällt ein längerer Transportweg an als aus Deutschland. Im Sinne der Klimabilanz sind sie daher zweite Wahl.
Hans-Martin Kochanek warnt vor Briketts aus Braunkohle. „Diese sind häufig sehr günstig, aber am schädlichsten für unser Klima, da Braunkohle ein fossiler Brennstoff ist und CO2 freisetzt, das besser unter der Erde bleiben sollte“.

Der Grill macht den Unterschied
Neben der Qualität des verwendeten Brennstoffs, ist auch die Art des Grills relevant für die Umweltbilanz. Kugelgrills können mit weniger Brennstoff als klassische Grills betrieben werden. „Nach dem scharfen Angrillen wird der Deckel geschlossen und das Grillgut wird in der indirekten Zone gar“, so Brandt. Vorteilhaft sei auch die Möglichkeit, nach dem Grillen den Deckel aufzulegen, alle Luftöffnungen zu schließen und die Kohle durch Sauerstoffentzug zu ersticken. Die Restkohle kann dann bei nächster Grillgelegenheit erneut entzündet werden.
Besonders schädlich für die Umwelt sind die Einweggrills. Nicht nur weil sie viel Müll und häufig Brandlöcher im Rasen hinterlassen, sondern weil die Produktion der Einweg-Aluschalen viel Energie und Rohstoffe verschlingt, so Brandt. Außerdem stamme die mitgelieferte Kohle meist aus Schwellen- und Entwicklungsländern.
Zum Anzünden sind wachsgetränkte Faserblöcke oder Holzwollebündel am sinnvollsten, aber auch Holzspäne oder FSC zertifizierte Grillanzünder sind eine gute Wahl. „Bloß kein Papier, Kiefernzapfen oder chemische Zündhilfen verwenden“, warnt Stefan Brandt, „da werden krebserregende Stoffe frei“.


Bilder, die sich auf NaturGut Ophoven stellt klimafreundliche Brennstoffe vor beziehen:
20.06.2017: Brandt und Demmer am Grill

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Letzte Änderung am 23.06.2017 01:50 von leverkusen.
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