Stadtplan Leverkusen
20.07.2016 (Quelle: Bayer AG)
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Mit fünf Olympiasiegern im Boot


Felix Drahotta mit dem Deutschlandachter auf Goldkurs

Seit seinem neunten Lebensjahr rudert Felix Drahotta. Im August will er mit dem Deutschland-Achter nach einer weiteren Goldmedaille im Achter greifen. Wir sprachen mit ihm während einer Trainingspause in Dortmund.

Der Deutschland-Achter ist ein Mythos des Sports. Was macht den Reiz aus?
Der Achter ist die schnellste Bootsklasse. Er ist das größte Mannschaftsboot. Und er hat die meiste Power. Außerdem sind die Wettkämpfe sehr eng. Das macht es wahnsinnig spannend. Für uns Sportler liegt der Reiz darin, am Ende mit der besten Taktik und der optimalen Schlagzahl Erster zu sein.

Kann man sich denn noch motivieren, wenn man schon drei Silbermedaillen und fünf Goldmedaillen zu Hause hat?
Natürlich. Im Moment reizt mich der Gedanke, in Rio de Janeiro bei den Olympischen Spielen Gold zu holen. Es sind meine dritten Olympischen Spiele und Olympisches Gold wäre noch einmal etwas ganz Besonderes. Ich sitze mit fünf Olympiasiegern von London gemeinsam im Boot, das sind gute Voraussetzungen. Auch wäre die Teilnahme an der WM in Florida im kommenden Jahr sehr reizvoll.

Seit 2013 sind Sie fest im Kader des Deutschland-Achters. Will man da nicht auch mal wieder etwas anderes machen, wo der Erfolg nicht von so vielen Teamkollegen abhängt?
Ehrlich gesagt: Nein. Ich bin ja vier Jahre im Zweier ohne Steuermann unterwegs gewesen, bevor ich zum Deutschland-Achter kam. Deshalb kenne ich auch andere Konstellationen im Rudern. Und der Achter ist schon etwas Besonderes. Das Team besteht aus lauter Profis, die ein gemeinsames Ziel vor Augen haben. Teil dieses Team zu sein, macht mir viel Spaß.

Aber es hängt doch viel von den anderen ab. Was ist, wenn einer mal einen schlechten Tag hat?
Selbst dann liefern wir eine passable Leistung ab, dafür trainieren wir hart. Ich bin im Moment beispielsweise sieben Tage in der Woche im Training, meist geht es schon um 7.30 Uhr morgens los. Nach Wochen der Vorbereitung kann man selbst an einem schlechten Tag eine Leistung abrufen, die ausreicht, um die anderen zu unterstützen. Es geht nicht ohne die anderen Ruderer und die anderen sind auf mich angewiesen. Als Ruderer braucht man Selbstsicherheit. Man darf sich nie aus der Ruhe bringen lassen, muss im Kopf klar sein und an sich selbst glauben. Ich weiß, was ich kann und was möglich ist.

Bei der EM waren Sie 2014 Schlagmann. Hängt dann mehr von einem persönlich ab?
Definitiv ja. Die Verantwortung ist viel größer, weil man selbst den Takt und ein Stück weit auch die Taktik für das Boot vorgibt. Aber selbst dabei wird man von der Mannschaft getragen. Nur wenn alle mitmachen, gelingt der Erfolg.

Wie sind Sie zum Rudern gekommen?
Der beste Freund meines Vaters war Rudertrainer. So bin ich mit dem Sport in Kontakt gekommen und mit neun Jahren meinen ersten Wettkampf mit einem Ruder-Ergometer gefahren. Ich wurde Zweiter. Da war ich richtig stolz auf mich und wollte unbedingt weiter machen.

Ärgert es Sie, wenn andere Sportarten mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen als das Rudern?
Nein. Ich kenne es nicht anders. Rudern ist eben nicht Fußball, wir sind eine Randsportart. Der legendäre Ruf des Deutschland-Achters zeigt aber, dass wir auch Begeisterung auslösen können. Und das wollen wir bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro auch wieder umsetzen.

Was kommt für Sie persönlich nach dem Rudern?
Derzeit bin ich ja noch Stabsunteroffizier bei der Bundeswehr. Danach werde ich im Herbst eine Lehre als Kfz-Mechatroniker anfangen. Ich habe mich schon immer gern mit Autos beschäftigt und werde das nun zu meinem Beruf machen.

Daten & Fakten
Name: Felix Drahotta
Aktueller Verein: RTHC Bayer Leverkusen
Geburtstag: 01.01.1989
Geburtstort: Rostock
Größe: 2 Meter
Gewicht: 103 kg
Aktueller Beruf: Sportsoldat (Bundeswehr)
Nationalkader: seit 2007
Medaillenspiegel:
Ruder-WM: 3x Silber
Ruder-EM: 4x Gold
Junioren-WM: 1x Gold


Bilder, die sich auf Mit fünf Olympiasiegern im Boot beziehen:
10.06.2016: Felix Drahotta


Meldungen, die sich auf diese Meldung beziehen:
19.07.2016: Bayer-Athleten mit Medaillenchancen

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Letzte Änderung am 20.07.2016 08:24 von leverkusen.
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