Stadtplan Leverkusen
08.08.2004 (Quelle: TSV Bayer 04)

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So gut wie in den vergangenen 2 Jahren nicht: Ecker siegt in München



Für die einen war es eine geglückte Olympia-Generalprobe, für die anderen ein Frusterlebnis. Die Team Challenge in München, ein Länderkampf zwischen Deutschland, den USA und Frankreich, brachte dem Leverkusener Stabhochspringer Danny Ecker, seiner weiblichen Disziplinkollegin Floé Kühnert, Weitspringer Nils Winter und 800-Meter-Läuferin Claudia Gesell Gewissheit, dass sie auf einem guten Weg bei ihrer Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Athen sind. Dagegen ging die Rückkehr von Stabhochspringer Lars Börgeling ins Münchener Olympiastadion daneben. An dem Ort, wo er vor zwei Jahren EM-Silber gewonnen hatte, blieb der 25-Jährige bei seiner Anfangshöhe von 5,57 Metern ohne gültigen Versuch.

Grund zur Freude hatte indes Danny Ecker: „Das waren die besten Versuche, die ich in den vergangenen beiden Jahren über Höhen in diesem Bereich gemacht hatte“, resümierte der Deutsche Meister, nachdem er über 5,82 Meter zwar drei Mal gescheitert war, den Wettkampf jedoch trotzdem mit 5,72 Metern gewonnen hatte. Dafür reichten ihm zwei Sprünge über 5,52 und über 5,72 Meter.

Außer Konkurrenz startete bei den Frauen Stabakrobatin Floé Kühnert. Sie überflog 4,32 Meter – ihre zweitbeste Höhe in diesem Jahr. Nur denkbar knapp scheiterte die von Leszek Klima und Karl-Heinz Düe betreute Athletin an 4,42 Metern. Ihre Leistung war nicht nur die zweitbeste für sie im Jahr 2004, sondern auch die zweitbeste des Tages.

Besondere Bedeutung hatte der Wettkampf für Claudia Gesell. Die 800-Meter-Läuferin musste nach überstandenem postinfektiösen Erschöpfungssyndrom ihren Gesundheitsnachweis erbringen und so ihren Olympiastart klar machen. Das gelang ihr in 2:03,65 Minuten. „Sie hat nachgewiesen, dass sie gesund ist“, ließ DLV-Cheftrainer Dr. Bernd Schubert keinen Zweifel an einer endgültigen Olympianominierung aufkommen. „Auch wenn sie an ihrer Form sicher noch arbeiten muss.“ Die 26-Jährige selbst war guter Dinge, dass sie rechtzeitig zum olympischen Vorlauf am 20. August in Form sein wird: „Ich fühle mich wieder gut, auch wenn die Leistungen das nicht widerspiegeln. Vor fünf Wochen war mein letzter Lauf eine 2:07, das steckt man vom Kopf her nicht so leicht weg. Ich bin für Athen optimistisch. Immer wenn ich das Deutschland Trikot anhabe, läuft es gut.“

Auch Weitspringer Nils Winter ist nach seiner infektbedingten Schwächphase wieder voll da. 7,85 Meter und Platz drei verbuchte er in München: „Es war nicht einfach zu springen. Es herrschten wechselnde Winde. Weltmeister Dwight Phillips ist 40 Zentimeter unter seiner Jahresbestleistung geblieben, ich 32. Im Vergleich ist die Leistung also in Ordnung. Meine gesundheitlichen Probleme vom Juli sind ausgestanden. Ich habe zuletzt gut trainiert.“ Winter wird als einziger Weitspringer die deutschen Farben in Athen vertreten. Der Deutsche Meister Schahriar Bigdeli hatte in München wie zuletzt schon bei der DM in Braunschweig und dem Bayer-Meeting in Leverkusen Probleme mit seinem Anlauf und brachte bei vier Anläufen nur einen gültigen Versuch in die Grube. Dieser wurde mit 7,53 Meter gemessen. Immerhin noch 2000 Euro Preisgeld gab es für seinen fünften Platz, während alle Sieger 6000 Euro erhielten. Bis runter zu Platz sechs staffelten sich die Erfolgsprämien in tausender Schritten.

Wie Bigdeli durfte sich auch Hochspringerin Birgit Kähler über 2000 Euro freuen. Sie, die erst am Donnerstag von ihrem ersten Nationalmannschaftseinsatz seit 1993 erfahren hatte, zeigte sich ein wenig enttäuscht von ihrer Höhe (1,80 m), nicht jedoch von dem damit erreichten Rang. „1,83 Meter wäre ich schon gern gesprungen. Aber auch das hätte nicht für eine bessere Platzierung gereicht. Dafür wären 1,90 Meter nötig gewesen und die habe ich derzeit nicht drauf“, erklärte die WM-Fünfte von 1991 und Olympia-Elfte von 1992, für die es in München wohl der endgültige Abschied aus dem Nationalteam war.

Die deutsche Frauen-Mannschaft belegte in der Gesamtwertung der Veranstaltung hinter den USA (82,5 Pkt.) und Frankreich (60,5 Pkt) Platz drei (57 Pkt.). Die Männer wurden hinter den US-Amerikanern (90,5 Pkt.) Zweite (62 Pkt). Frankreich kam auf die Drei (42,5 Pkt.).
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Letzte Änderung am 25.02.2015 10:19 von leverkusen.