Stadtplan Leverkusen
11.07.2004 (Quelle: TSV Bayer 04)
<< DM: Stolle und Spiegelburg können Athen nur aus der Ferne erleben   Wohnungsbrand in Schlebusch >>

Am Rande der 104. Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften notiert


Oftmals entscheiden Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage. Auch am ersten Tag bei den 104. Deutschen Leichtathletikmeisterschaften in Braunschweig war das so.

Eine Halbzeitbilanz.
Krankheitsbedingte Absage: Sie wollten beide gern starten, doch die Ärzte rieten ab. Claudia Gesell und Charles Friedek waren in Braunschweig nicht mit von der Partie. Gesell laboriert an den Nachwirkungen eines Infekts, Friedek an denen eines Muskelfaserrisses. Beide können aber trotzdem auf eine Olympianominierung hoffen.

Pechsträhne beendet: Schahriar Bigdeli wurde in den vergangenen Monaten nicht gerade vom Glück verfolgt. Erst kämpfte er ständig mit Verletzungen, dann brannte seine Wohnung aus. Trotzdem kämpfte er weiter und wurde in Braunschweig mit dem Sieg belohnt. Der Weitspringer landete bei 7,78 Metern und holte seinen dritten Freilufttitel nach 2001 und 2002. Gesundheitlich ist er allerdings immer noch angeschlagen. Im Herbst stehen zwei Operationen bevor. Im rechten Knie muss ein Schleimbeutel entfernt werden, links gilt es einen Knorpelschaden zu beheben. „Trotzdem hatte ich heute das Gefühl, dieser Titel ist eine Belohnung für all die Mühen der vergangenen Monate“, sagt er am Samstag. „Die Tatsache, dass es trotz all dieser Probleme zum Sieg gereicht hat, zeigt mir, dass ich noch mehr kann.“

Windiges Rennen: Der Wind machte Tim Goebel einen Strich durch die Final-Rechnung. Mit 4,2 Metern pro Sekunde blies er in seinem Vorlauf von vorne, während er bei einem anderen Rennen mit 1,2 Meter pro Sekunde von hinten kam. Aus diesem Lauf schafften zwei Athleten über die Zeit den Sprung ins Finale (10,55 und 10,59 sec). Goebel blieb als Dritter seines Rennens (10,72 sec) auf der Strecke. Die Faustregel der Sprinter besagt: Jeder Meter pro Sekunde Wind macht eine Zehntel in der Zeit aus. Das zeigte sich auch im Finale, in dem Ronny Ostwald (ASV Köln) mit 10,22 Sekunden gewann. Er war im selben Vorlauf wie Goebel und hatte diesen in 10,47 Sekunden gewonnen. Der Leverkusener nahm es trotzdem relativ gelassen: „Ich bin froh, dass das in diesem Jahr passiert ist und nicht 2005, wenn ich wieder in Top-Form sein werde.“ In dieser Saison ist er bislang noch nicht auf Touren gekommen. Auch ihn verfolgte das Verletzungspech.

Mutiger Versuch: Bei der 3000-Meter-Marke wollte es Michael May wissen. Der Leverkusener Langstreckler griff im 5000-Meter-Rennen an, setzte sich an die Spitze und forcierte das Tempo. Doch statt zu folgen, hielt sich die Konkurrenz zurück und ließ May im Wind verhungern. 1000 Meter vor dem Ziel war der Bayer-Läufer wieder eingefangen. Noch einmal ging er beim Führenden Oliver Dietz (LG Braunschweig; Sieger in 13:53,06 min) mit. Doch dann war es vorbei und May wurde durchgereicht. Enttäuscht lief der Vorjahres-Dritte dieses Mal als Achter über die Ziellinie (14:10,05 min).


Hauptseite     Anmerkungen     Nachrichtenübersicht     Impressum     Datenschutzerklärung    

Letzte Änderung am 25.01.2010 13:27 von leverkusen.
Es gibt bisher keine Kommentare zu dieser Meldung!

Einen neuen Kommentar zu dieser Meldung hinzufügen:
Name:
Email: (wird nicht veröffentlicht)
Titel:
Kommentar:
(Es sind keine Links erlaubt)
reCAPTCHA:
Spammen zwecklos:
  • Um das Formular abschicken zu können, muss das reCAPTCHA angeklickt werden
  • Einträge werden erst nach redaktioneller Begutachtung freigeschaltet