Bundesweit haben bislang Unbekannte am Montagmorgen (19. Juni) zahlreiche Brandanschläge auf Kabelschächte der Deutsche Bahn verübt.
Im Zuständigkeitsbereich der Polizei Köln zerstörten die Täter an Gleisen im Kölner Ortsteil Dünnwald sowie in Kerpen-Horrem (Rhein-Erft-Kreis) Strom-, Signal- und Steuerungskabel.
Gegen 4.10 Uhr wurde mithilfe eines Brandbeschleunigers ein Kabelschacht an der Bahnstrecke Köln-Leverkusen-(Schlebusch/Opladen [Bergisch-Märkische Eisenbahn]) auf Höhe Dünnwalder Kommunalweg lahmgelegt. Etwa um 4.30 Uhr legten die Täter den nächsten Brand am selben Gleis auf Höhe Grüner Kuhweg. Und gegen 4.40 Uhr zerstörten die Unbekannten einen dritten Kabelschacht an der Strecke Köln-Aachen am Röttgenpfad in Kerpen-Horrem. Infolge dieser Brände kam es zu massiven Störungen im Schienenverkehr.
Am Sonntagabend (18. Juni) bemerkte gegen 19 Uhr ein Passant am Dünnwalder Kommunalweg zwei dort abgestellte VW-Bullis älterer Bauart. Ein Zusammenhang mit dem späteren, dortigen Brandanschlag ist nicht auszuschließen.
Bei allen Brandstiftungen wird von einem extremistischen Hintergrund ausgegangen. Infolgedessen hat die Kriminalinspektion Staatsschutz der Polizei Köln die Ermittlungen aufgenommen und fragt:
Wer hat am vergangenen Sonntagabend im Bereich der genannten Tatorte verdächtige Personen gesehen, die gegebenenfalls Rucksäcke oder andere Behältnisse mitführten? Wer kann Angaben machen zu verdächtigen Fahrzeugen, insbesondere den Kleintransportern am Dünnwalder Kommunalweg? Um sachdienliche Hinweise wird dringend gebeten unter Tel.-Nr. 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de .
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