Stadtplan Leverkusen
16.01.2015 (Quelle: Internet Initiative)
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Straße nach Stéphane Charbonnier benennen?


Zur kommenden Ratssitzung der Stadt Leverkusen hat die Ratsgruppe der Bürgerbewegung PRO NRW einen Antrag zur Solidarität mit der islamkritischen Zeitschrift “Charlie Hebdo” eingereicht. Die Verwaltung soll prüfen, ob man eine Straße nach dem zusammen mit vielen Kollegen durch islamistische Terroristen ermordeten Herausgeber der Zeitschrift benennen könne. Stéphane Charbonnier war langjähriger Unterstützer der Kommunisten.

Im Wortlaut heißt es:
“Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren,

die Ratsgruppe der Bürgerbewegung PRO NRW im Rat der Stadt Leverkusen bittet Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung sowie auf die Tagesordnung der Sitzungen der Bezirksvertretung zu setzen:

Stéphane-Charbonnier-Straße in Leverkusen

Die Verwaltung der Stadt Leverkusen sowie die Verwaltung der Bezirksvertretungen mögen prüfen, ob in Leverkusen eine Straße nach dem ermordeten Herausgeber und Zeichner des Satire Magazins „Charlie Hebdo“, Stéphane-Charbonnier, benannt werden kann.

Begründung:
Nach den schrecklichen islamistischen Anschläge in Paris auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ sollte die Stadt Leverkusen ein Zeichen für Meinungs- und Pressefreiheit setzen und eine Straße nach den Herausgeber und Zeichner des Magazins „Charlie Hebdo“, Stéphane Charbonnier, genannt Charb, zu benennen.

„Charb“ trat seit Jahren für die Meinungs- und Pressefreiheit ein und hat dafür mit seinem Leben bezahlen müssen. Trotz einer Vielzahl von Anschläge auf sein Magazin, bspw. im Jahr 2011, lies er sich nicht einschüchtern und verteidigte die Grundwerte unserer abendländischen Wertegemeinschaft.

In der Nacht zum 13. März 2013 sollte ein vergleichbarer Anschlag in Leverkusen auf ein Mitglied des Rates der Stadt Leverkusen sowie weiteren Kommunalpolitikern in Nordrhein-Westfalen verübt und konnte nur aufgrund der hervorragenden Arbeit der Sicherheitsbehörden verhindert werden.

Aus diesem Grund, sowie der aktuellen Bedrohungslage durch die Anschläge in Frankreich würde die Stadt Leverkusene mit der Benennung einer Straße nach Stéphane Charbonnier ein starkes Signal an all jene aussenden, die unsere Grundrechte abschaffen wollen und würde somit nicht nur bei uns, sondern europaweit zeigen, dass wir uns von Extremisten jeglicher Coleur nicht einschüchtern lassen.

In Leverkusen ist kein Platz für radikale Islamisten, es sollte aber – nicht nur sprichwörtlich – einen Platz für die Meinungs- und Pressefreiheit geben.”

“Die Pressefreiheit ist eines der höchsten Güter in einer freiheitlichen Demokratie und muss mit allen Mitteln geschützt werden”,
äußert der Vorsitzende der Bürgerbewegung PRO NRW, Rechtsanwalt Markus Beisicht.

“Die feigen Terroranschläge in Paris zielen auf das Herz unserer freien, abendländischen Gesellschaft die wir in Europa in den vergangenen Jahrhunderten errichtet haben. Weder nonkonforme Politiker, noch politisch inkorrekte Satiriker und Karikaturisten sind vor dem Hass der “heiligen Krieger” in unseren Städten sicher. Nun muss es heißen: Je suis Charlie, Solidarität mit Charlie Hebdo!”, so der Leverkusener Kommunalpolitiker abschließend.


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Letzte Änderung am 16.01.2015 18:47 von leverkusen.
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