Stadtplan Leverkusen
24.05.2012 (Quelle: TSV Bayer 04)
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Medaille statt Gips – Michael Schrader hofft auf Olympia


Die Haare sind wieder länger und die Füße fit: Für Michael Schrader wird es am Wochenende beim Mehrkampf-Meeting in Götzis (Österreich) ernst. Der Zehnkampf-Shootingstar von 2009 tritt an der Stätte seines größten Erfolges zur Olympiaqualifikation an. Mit im Gepäck hat er zwei Jahre voller Rückschläge, die er in der Marktgemeinde am Vorarlberg hinter sich lassen will.

Vor seinem bisher einzigen Mehrkampf im Bayer-Trikot entschloss sich Michael Schrader für einen radikalen Schritt. Vor den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften 2010 in Potsdam schnitt sich der gebürtige Duisburger seine Haare ab. 8.003 Punkte und der Titel sprangen damals für den Kahlrasierten heraus, aber es sollte der bis dato letzte Zehnkampf für Michael Schrader gewesen sein.

Zwei langwierige Fußbrüche bremsten den 8.522-Punkte-Zehnkämpfer aus, aber stoppten ihn nicht. Er kämpfte sich mit seinem Trainer Torsten Voss wieder zurück und steht mit wiedergewonnener Haarpracht und neuem Selbstvertrauen vor dem entscheidenden Wochenende. „Ich gehe da locker ran“, erklärt der 24-Jährige. „Ich habe nicht die höchsten Erwartungen, aber im Zehnkampf kann viel passieren.“ Und genau das hofft er, dass viel passiert. Seine letzten Tests brachten Bestleistungen über die Hürden (14,09 sec), mit dem Diskus (45,60 m) und im Hochsprung (2,00 m). Über 100 Meter kam bisher kein anderer Zehnkämpfer an seine Saisonbestleistung von 10,85 Sekunden ran.

In Götzis kann der 1,83 Meter große und 83 Kilogramm schwere Mehrkämpfer wegen seines Sieges von 2009 mit einer Wildcard an den Start und damit an das direkte Duell mit seinen Konkurrenten für London gehen. „Ich gehe davon aus, dass drei oder vier Deutsche über 8.200 Punkte machen werden“, erwartet Michael Schrader. Er zählt sich selbst zu diesem Kreis der potenziellen Normerfüller, aber er weiß, „einer wird leer ausgehen und ich hoffe nicht, dass ich es bin.“ Wenn alles nach Plan läuft, hält er nach dem 15. Juni, dem Ende des Qualifikationszeitraums für die Mehrkämpfer, das Olympia-Ticket in den Händen. Sollte sein Freund Rico Freimuth ebenfalls nominiert sein, werden beide ein paar Tage gemeinsam in den Urlaub gen Süden fahren. „Nach einem Zehnkampf braucht man etwas Ruhe.“ Keiner weiß das besser, als Michael Schrader.


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Letzte Änderung am 28.05.2016 12:31 von leverkusen.
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