Stadtplan Leverkusen
12.01.2018 (Quelle: Stadtelternrat)
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Stadtelternrat analysiert die Betreuungsplätze für das Kitajahr 2018/2019


Die Stadtverwaltung Leverkusen hat im Vorfeld der Sitzung des Kinder- und Jugendhilfeausschusses am 18. Januar 2018 Zahlen für die Betreuungsplätze in Tageseinrichtungen für Kinder vorgelegt. Dabei sehen nach Einschätzung des Stadtelternrats die Zahlen besser aus, als sie sind.

Irina Prüm, Vorsitzende des Stadtelternrats, dazu: "Die reinen Zahlen weisen auf eine deutliche Verbesserung zum vergangenen Jahr hin: Ein Minus von 139 wirkt gegenüber dem Vorjahresdefizit von 438 erst einmal beeindruckend. Auf den zweiten Blick sieht es dann aber doch nicht ganz so rosig aus: Da zwei eingerechnete Kitas erst im laufenden Jahr eröffnet werden, liegt die rechnerische Differenz zum Platzbedarf beim Start des Kitajahrs im August 2018 tatsächlich bei -379 Plätzen, davon -163 im U3- und -216 im Ü3-Bereich. Nicht mit eingerechnet ist hierbei die Kita Kurtekottenweg, die hoffentlich im August zur Verfügung stehen wird. Falls nicht, wären wir sogar bei einem Minus von 429 Plätzen."

Pressesprecher Oliver Ding kritisiert: "Dass die Stadtverwaltung Plätze mitrechnet, die zum Start des Kitajahrs 2018/2019 noch gar nicht verfügbar sind, irritiert. Da die Kita Heinrich-Lübke-Straße erst im März 2019 eröffnet wird, können 160 Kinder maximal vier Monate des Kitajahrs nutzen. Wann die Container-Kita in der Stralsunder Straße mit 80 Plätzen eröffnet wird, steht sogar noch in den Sternen. Zahlreiche Eltern, die fest damit gerechnet haben, ihr Kind ab August in die Kita geben zu können, werden sich daher noch mehrere Monate gedulden müssen. Was zudem nicht vergessen werden darf: Unterjährig werden absehbar hinzukommende Betreuungsbedarfe (zum Beispiel durch zugezogene Eltern) für weitere Probleme sorgen."

Beim Vergleich des aktuellen mit dem vergangenen Betreuungsangebot fällt zudem auf, dass der öffentliche Träger in fünf bestehenden Kitas die Gruppenformen ändern wird: In drei Kitas wird es zukünftig insgesamt sechs neue Gruppen für Ü3-Kinder geben. Zumindest in einer Kita könnten dadurch die befristeten Verträge abgeschafft werden. Allerdings wurde die Gruppenform III (3-6-jährige Kinder) in zwei Kitas gänzlich abgeschafft. Dort werden also nicht mehr - wie bisher - reine Ü3-Plätze angeboten. Auch für die Einjährigen ändert sich etwas: In vier städtischen Kitas wird es ab August 2018 keine Plätze mehr für die ganz Kleinen geben. Insgesamt gibt in städtischen Einrichtungen im August 2018 für Einjährige 106 Plätze weniger als im August des Vorjahres.

Svenja Maibaum, Schriftführerin des Stadtelternrats, weist auf ein dadurch entstehendes Problem hin: "Die Eltern hätten viel eher informiert werden müssen! Besonders für Familien, die auf den Geschwisterbonus bauen, kann das katastrophal sein, denn diese melden das zweite Kind ja meist in keiner anderen Kita an. Sie rechnen fest damit, dass ihr Einjähriges einen Platz in der angestrebten Kita erhält. Erst wenn die Kitaplatzvergabe praktisch gelaufen ist, erfahren sie, dass die gewählte Kita ab August 2018 gar keine Plätze für Einjährige mehr anbietet. Nicht einmal eine Vorwarnung hat es gegeben."

Nicht nur für die Eltern ergeben sich durch die Umstrukturierung Veränderungen, auch das Betreuungspersonal ist betroffen. Durch die Umwandlung von der Gruppenform II (1-3-jährige Kinder) in andere Gruppenformen verringern sich gemäß Kinderbildungsgesetz die Fachkraftstunden für die angestellten ErzieherInnen. Dies bedeutet, dass bei gleicher Kinderanzahl weniger Betreuungspersonal anwesend sein muss.

"Die Umwandlung ist eine sehr gute Idee, um beim aktuellen ErzieherInnenmangel weniger Personal zu benötigen und trotzdem mehr Plätze in Kitas zu schaffen. Eine frühere Information der Eltern wäre allerdings mehr als wünschenswert gewesen. Sechs Monate im Voraus ist zu spät. Da hat man seinem Arbeitgeber in der Regel bereits mitgeteilt, dass die Elternzeit endet, und wird daher eingeplant", kommentiert Irina Prüm.

"Ob es bis zur Eröffnung der beiden zusätzlichen Kitas mit 240 Plätzen Übergangslösungen für Eltern geben wird, deren Elternzeit im August endet, bleibt abzuwarten. Falls nicht, stehen die Eltern von Ü3-Kindern im August 2018 nicht wesentlich besser da als vor einem Jahr. Wir sehen die Maßnahmen und Bemühungen der Stadtverwaltung, auf die der Stadtelternrat und andere bereits im vergangenen Jahr gedrängt haben. Es wird sich nun erfreulicherweise insbesondere für die Ü3-Kinder etwas tun. Ab August 2019 haben wir dann eine wirkliche Verbesserung erreicht."


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Letzte Änderung am 12.01.2018 15:08 von leverkusen.
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