Stadtplan Leverkusen
06.09.2017 (Quelle: Polizei)
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Vorsicht Trickbetrüger! - Polizei Köln warnt vor Anrufen von "falschen Polizeibeamten"


Allein zwei Dutzend Anrufe am gestrigen Abend

Nach einer Vielzahl von Anrufen durch "falsche Polizeibeamte" warnt die Polizei Köln nochmals eindringlich vor den Trickbetrügern.
Am gestrigen Dienstag (5. September) hatten die Unbekannten abermals gezielt Seniorinnen und Senioren in Köln und Leverkusen fernmündlich kontaktiert und sich als Polizisten ausgegeben. Insgesamt zwei Dutzend solcher Anrufe wurden der Polizei Köln in den späten Abendstunden gemeldet.

Die Vorgehensweise der Täter kann dabei variieren. Mal bitten die Anrufer, bei der Festnahme von Straftätern mitzuwirken, mal geben sie vor, bei festgenommenen Einbrechern Hinweise auf die Angerufenen gefunden zu haben. In Einzelfällen kann auch das angebliche Vorliegen eines Haftbefehls in der Türkei und dessen Abwendung durch Überweisung eines Geldbetrages als Grund vorgeschoben werden.

Ziel der Betrüger ist es, durch Geldübergabe oder Geldüberweisungen an hohe Geldbeträge oder Wertgegenstände ihrer Opfer zu gelangen. Im Verlauf des Telefonats fragen die "falschen Polizisten" nach Aufbewahrungsorten von Wertgegenständen in den Wohnungen der Angerufenen und bieten Hilfe an, um diese Wertsachen gegen Diebstahl zu schützen. Dies kann im Einzelfall bis zur Übergabe der Wertgegenstände an später erscheinende angebliche Kriminalbeamte gehen.

Eine spezielle Computersoftware ermöglicht den Betrügern, während des Anrufs eine falsche Telefonnummer zu übertragen. So wurde im Telefondisplay der Angerufenen teilweise die Ziffernfolge "110" (Polizeinotruf), "229-0" (Vermittlung der Polizei Köln) oder "0611" (Vorwahl der Stadt Wiesbaden, Sitz des Bundeskriminalamts) angezeigt.
Die Rufnummern der Senioren haben die Täter zumeist aus dem Telefonbuch.

Damit "falsche Polizisten" keine Chance haben, stellt die Polizei Köln klar:

- Wachsamkeit ist auch am Telefon besonders wichtig. Die Polizei fragt am Telefon nicht nach Wertgegenständen in der Wohnung und bietet auch niemals deren Abholung und Aufbewahrung an.

- In dringenden Fällen sucht die Polizei Köln immer den direkten und persönlichen Kontakt mit den Betroffenen. Auch in diesen Fällen sollten die älteren Menschen sich immer vergewissern, dass es sich um einen echten Polizisten handelt. Sollte der vorgezeigte Dienstausweis die Zweifel an der Echtheit des Beamten nicht ausräumen, hilft ein Anruf bei der Polizei.

- Bei Verdacht auf einen Trickbetrüger wählen Sie immer über den Ziffernblock des Telefons den Polizeinotruf "110" und benutzen nicht die Wahlwiederholungsfunktion.

Das Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opferschutz der Polizei Köln gibt unter der Telefonnummer 0221/229-2299 spezielle Verhaltenstipps für Senioren.


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Letzte Änderung am 06.09.2017 13:04 von leverkusen.
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