Stadtplan Leverkusen
06.07.2017 (Quelle: Stadtverwaltung)
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Radtour durch Wiesdorf mit dem Baudezernat


Leverkusen mobilitätsfreundlich gestalten, ein Integriertes Handlungskonzept für Wiesdorf planen und umsetzen, den Zentralen Omnibusbahnhof umbauen, eine neue Feuerwache errichten – das sind einige der Großprojekte, die das Baudezernat derzeit beschäftigen. Im Rahmen einer Radtour durch Wiesdorf informierte Baudezernentin Andrea Deppe begleitet von Sabine Heymann, Leiterin des Büros Baudezernat, Christian Syring, Mobilitätsmanager, Petra Cremer, Leiterin des Fachbereichs Stadtplanung, Lothar Schmitz, Leiter des Fachbereichs Stadtgrün, Brigitte Prämaßing stellvertretende Fachbereichsleiterin Tiefbau, Wolfgang Herwig, Vorstand der Technischen Betriebe Leverkusen, sowie Maria Kümmel, Leiterin des Fachbereichs Gebäudewirtschaft, über diese Themen.

Mobilität für Menschen – eine gemeinsame Aufgaben von Kommunen & Region
Auf welchen Wegen und mit welchen Mitteln sich Menschen fortbewegen können, prägt nicht nur ihren Alltag, sondern auch ihre Lebensqualität und die Attraktivität von Kommunen. Die Mobilität ist im Umbruch. Die autoorientierte Verkehrs- und Stadtplanung der letzten Jahrzehnte stößt an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit.

Anhand eines Posters, das im Flur des Baudezernates hängt und unter der Überschrift „Mobilität für Menschen“ steht, legte Mobilitätsmanager Christian Syring dar, vor welchen anspruchsvollen gemeinsamen Aufgaben Kommunen und Region stehen. Er erklärte, warum ein Mobilitätsmanagement nötig ist, vor welchen unterschiedlichen Herausforderungen Städte und der ländliche Raum stehen und dass daher Planen und Handeln mit System erforderlich ist und Mobilitätsentwicklung nur gemeinsam gestaltet werden kann. Exemplarisch zeigte er Beispiele für kommunales Mobilitätsmanagement in der Praxis und entsprechende Handlungsfelder wie z.B. vernetzte Mobilität (Fahrradverleihsysteme, CarSharing, etc.) oder auch E-Mobilität auf.

Integriertes Handlungskonzept Wiesdorf
Für die Entwicklung des Leverkusener Stadtzentrums Wiesdorf wird derzeit ein Integriertes Handlungskonzept (InHK) erarbeitet. Dieses soll den Handlungsrahmen für die Umsetzung einzelner Projekte und Maßnahmen in den kommenden zehn Jahren bilden. Ziel des Konzepts ist es, den Stadtteil in seiner strukturellen und funktionalen Vielfalt und in seiner Bedeutung als „Stadtzentrum“ Leverkusens zukunftsorientiert zu entwickeln und zu stärken. Es gilt, die Vielfalt, Besonderheiten und Qualitäten Wiesdorfs auszubauen, sichtbar und erlebbar zu machen.

Insgesamt 53 kleine und große Maßnahmen aus unterschiedlichen Themenfeldern werden im Vorentwurf des Integrierten Handlungskonzeptes (InHK) Leverkusen-Wiesdorf betrachtet. Noch bis voraussichtlich Mitte 2018 wird am Gesamtkonzept weiter gearbeitet werden, danach soll dann das Konzept mit den Projekten als Grundlage für die Entwicklung Wiesdorfs stehen. Dieser Prozess wird begleitet durch eine intensive Bürger- und Öffentlichkeitsbeteiligung mit verschiedenen Informations- und Beteiligungsformaten. Bereits am 4. April 2017 konnten sich alle Bürger ein Bild von den Plänen für Wiesdorf machen und sich aktiv in den Stadtteilerneuerungsprozess in Wiesdorf einbringen.

Umgestaltung des Vorplatzes der Herz-Jesu-Kirche
Im Rahmen des InHK Wiesdorfs soll auch der Vorplatz der Herz-Jesu-Kirche umgestaltet werden. Das Ensemble der Herz-Jesu-Kirche – bestehend aus Gemeindehaus, Pavillons und Innenhof – soll zukünftig ein einladender Quartiersplatz werden und so einen von mehreren attraktiven Trittsteinen auf der Achse zwischen Rathausgalerie und Rhein bilden. Das Ensemble verfügt über große baukulturelle Qualitäten und bildet gleichzeitig zusammen mit dem Nobelplatz den Beginn der Fußgängerzone und das Gegenstück zum Friedrich-Ebert-Platz.

Um diesem Bereich eine angemessene Wirkung zu verleihen, ist vor allem die Verzahnung zwischen Kirche und öffentlichem Raum stärker hervorzuheben. Neben einem Anbau am Gemeindezentrum hin zur Breidenbachstraße und dem geplanten Neubau der vorgelagerten Pavillons soll daher auch der Innenhof und der Vorplatz vor den Pavillons neu gestaltet werden. Mit dem Neubau zeitgemäßerer Pavillons soll ein neuer Zugang von der Fußgängerzone zum Innenhof der Kirche entstehen. Gleichzeitig soll der vorhandene Zugang an der Breidenbachstraße aufgewertet werden. Der Innenhof erhält so einen öffentlichen Charakter und kann sich zukünftig als attraktiver Aufenthaltsbereich präsentieren. In den Pavillons sollen auch weiterhin gewerbliche Nutzungen verbleiben.

Über die Belebung des Innenhofes durch Öffnung zur Fußgängerzone und die Gestaltung der Vorflächen sollen wieder verstärkt Besucher in die westliche Innenstadt gezogen werden. Ein vorgelagerter Wettbewerb soll die Planung für den öffentlichen Raum qualifizieren. Auch der derzeit mindergenutzte benachbarte Marktplatz soll in die Betrachtungen einbezogen werden. Für die Neugestaltung des Innenhofes inklusive Vorflächen wird eine Unterstützung seitens der Städtebauförderung angestrebt.

Aufwertung des „Funkenplätzchens“
Im Bereich des „Funkenplätzchens“, dessen Aufwertung eine weitere Maßnahme des InHK Wiesdorf darstellt, befinden sich zwei Hochbeete mit imposanten, die Fußgängerzone prägenden Platanen. Diese haben durch das Wachstum ihrer Wurzeln das Klinkermauerwerk der Beet-Einfassung gesprengt und verschoben. Die neuen Hochbeet-Einfassungen sollen – dem weiteren Zuwachs der Bäume geschuldet – größer und in einer nicht mehr so leicht zu sprengenden Betonbauweise erstellt werden. Die Grundformen sind Ei-elliptisch, wobei die Spitzen zum Platzmittelpunkt bzw. in Richtung des Eingangsbereiches der „Luminaden“ zeigen. Als zusätzliche Ausstattung werden die Hochbeete jeweils mit zwei Bodenstrahlern ausgestattet. Sie werden mit der Straßenbeleuchtung geschaltet und strahlen die Bäume von unten an, um sie in der Nacht besser in Szene zu setzen.

Zudem werden die neuen Hochbeete je ein „Holzdeck“ erhalten, das den Besuchern der Fußgängerzone Raum zum Sitzen, Liegen, Ruhen und Verweilen bietet. Das ca. 50 m² große Deck des östlichen Hochbeetes, kann auch bei Aktivitäten der Roten Funken und weiteren Veranstaltungen, zum Beispiel beim Weihnachtsmarkt, als „kleine Bühne“ genutzt werden. Dieses Deck soll temporär mit einem dreieckigen Sonnensegel überdacht werden können. Geplant ist eine Größe von ca. 9 x 9 x 9 m mit herausnehmbaren Pfosten. Zur weiteren Attraktivierung des Platzes wird der Glaspavillon zurückgebaut und die Fläche der Fußgängerzone als Lauf- und Aufenthaltsfläche zur Verfügung gestellt werden. Im Rahmen dieser Arbeiten sind umfangreiche Anpassungen der Ver- und Entsorgung notwendig. Insgesamt sollen durch die vorgesehenen Umgestaltungen die Nutzbarkeit und somit die Attraktivität des Platzes erhöht werden.

Die Bezirksvertretung für den Stadtbezirk I hat am 8. Mai 2017 den Baubeschluss für die Umgestaltung des Funkenplätzchens gefasst. Die Maßnahme, deren Kosten sich auf ca. 220.00 Euro belaufen, soll kurzfristig ausgeschrieben und beauftragt werden.

Umbau Busbahnhof Wiesdorf
Der Umbau des Busbahnhofs in Wiesdorf, der am 8. Mai 2017 gestartet wurde, zählt ebenfalls zu den Maßnahmen des InHK Wiesdorf. Die Arbeiten auf dem Gelände des Busbahnhofes konzentrierten sich zunächst auf das Abräumen des Baufeldes. Dabei war die Entsorgung der Wartehallen aufgrund einer vorher nicht bekannten Belastung in Form von Asbest und PCB besonders aufwendig. Aktuell laufen auf dem Busbahnhofgelände weitere Ausschachtungsarbeiten, um das geplante Geländeniveau zu erreichen.

Ende Mai wurde das Baufeld zudem auf den Bereich der Rathenaustraße (Nordseite) ausgedehnt. Hier entsteht ein Kreisverkehr, über den der neue Busbahnhof zukünftig angebunden wird. Parallel zu den Tiefbauarbeiten verlegt die EVL GmbH neue Versorgungsleitungen. Diese Arbeiten sind besonders aufwendig, da nicht nur die Gas-, Wasser und Stromleitungen, sondern auch die Fernwärmeleitung betroffen ist. Die Arbeiten an dem nördlichen Teil des Kreisverkehrs an der Rathenaustraße laufen planmäßig, so dass ca. Mitte Juli der südliche Teil bearbeitet werden kann. Aus heutiger Sicht kann davon ausgegangen werden, dass der Kreisverkehr bis auf die abschließende Fahrbahndeckschicht bis Ende Oktober / Anfang November hergestellt sein wird.

Neubau der Feuerwache
In der Edith-Weyde-Straße ist der stetig wachsende Neubau für die Berufsfeuerwehr, den Rettungsdienst und den Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Wiesdorf zu sehen. Die Bodenplatten des längsten Bauteils A (163 m lang) sowie der verbindende Steg des Bauteils C sind bereits gegossen. Komplettiert wird das weitläufige Gebäude, das Platz für 59 Fahrzeuge und Abrollcontainer sowie ca. 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten wird, durch das Bauteil B entlang der Bahntrasse. Auch hier ist baukonstruktiv soweit alles für das Aufsetzen der Stützen und Wände in Fertigteilbauweise vorbereitet.

Die Dimensionen des entstehenden dreigeschossigen Bauwerkes lassen sich anhand der Stützenreihen mit den Bindern aus Stahlbeton für die 25 Fahrzeughallen entlang der Straße gut erfassen. Auf diese Binder werden später die Deckenplatten als Filigrandecken aufgelegt und örtlich vergossen. Dadurch wird der Rohbau sehr schnell in die Höhe wachsen, was dem Einsatz von vorgefertigten Stahlbeton-Fertigteilen zu verdanken ist. Diese lassen sich zwar vor Ort zeitlich schnell verbauen. Sie bedürfen aber einer sehr genauen Vorarbeit in der Ausführungsplanung, damit alle Durchbrüche und Öffnungen für die sehr viel später einzubauenden haustechnischen Gewerke passen. Die Fertigstellung der neuen Feuerwache ist für das Jahresende 2018 geplant.


Bilder, die sich auf Radtour durch Wiesdorf mit dem Baudezernat beziehen:
06.07.2017: Start zur Radtour

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Letzte Änderung am 08.07.2017 11:28 von leverkusen.
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