Stadtplan Leverkusen
06.07.2017 (Quelle: Werkselfen)
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Werkselfen verpflichten Franziska Mietzner


Die zweifache deutsche Meisterin Franziska Mietzner wird ab sofort das Trikot der Leverkusener Werkselfen tragen. Die 28-Jährige, die seit der Saison 2015/16 in den Diensten des HC Leipzig stand, und der TSV Bayer 04 Leverkusen einigten sich auf eine Zusammenarbeit.
„Auf Grund meiner gesundheitlichen Situation hatte ich mich eigentlich dazu entschlossen, meine Karriere zu beenden“, erklärt Mietzner, die ihren Wohnort aus persönlichen Gründen ins Rheinland verlegt hat. „In Leverkusen habe ich jetzt allerdings die Chance, nochmal auf das Handballparkett zurückzukehren, wenn ich mein Trainingspensum entsprechend anpasse. Für diese Möglichkeit bin ich unglaublich dankbar!“
Die am 20. Dezember 1988 in Bad Saarow geborene Rechtshänderin erlernte bereits mit fünf Jahren das Handball-ABC bei ihrem Heimatverein, dem Frankfurter HC.
Dort hat die 1.92m große Sportskanone alle Jugendmannschaften durchlaufen und im Jahr 2001 durch den Besuch der Sportschule in Frankfurt/Oder den nächsten Schritt in ihrer sportlichen Karriere eingeleitet. Mit Erfolg – nur fünf Jahre später schaffte die gebürtige Brandenburgerin den Sprung ins deutsche Oberhaus und spielte im Trikot des FHC sieben Jahre erstklassig. Bei der U20-Weltmeisterschaft 2008 in Mazedonien erzielte die Rückraumspielerin im Finale gegen Dänemark kurz vor dem Schlusspfiff sogar den entscheidenden 23:22-Siegtreffer und hatte somit maßgeblichen Anteil am Gewinn der Weltmeisterschaft. Ein Erfolg führt bekanntlich zum nächsten: In der Saison 2008/09 konnte sich „Mietzi“ von allen Bundesligaspielerinnen nicht nur am häufigsten in die Torschützenliste eintragen und wurde folgerichtig Bundesliga-Torschützenkönigin sowie Spielerin der Saison, sondern stand am 7. März 2009 auch erstmalig im Aufgebot der A-Nationalmannschaft.
Die Erfolgsgarantin wurde für die Weltmeisterschaft 2009 in China sowie 2011 in Brasilien nominiert und erzielte in 70 Länderspielen 193 Tore mit dem Adler auf der Brust. Die Leser der Handballwoche wählten sie zur Handballerin des Jahres 2011.
In Folge der Insolvenz des Frankfurter Bundesligateams schloss sich Franziska Mietzner zur Spielzeit 2013/14 dem Thüringer HC an und blieb auch dort weiterhin in ihrer Erfolgsspur: 2014 und 2015 feierte die heute 28-Jährige die deutsche Meisterschaft. Nach ihrem Wechsel im Sommer 2015 zum HC Leipzig konnte sie den DHB-Pokal 2015/2016 gewinnen.
In der Folgezeit wurde die Handballerin durch einen mehrfachen Knorpelschaden im linken Knie sportlich gesehen außer Gefecht gesetzt, bestritt ihr letztes Spiel im Oktober 2016 und wurde sozusagen Stammgast in der Reha. „Ich habe mit Renate ganz offen über meine Situation gesprochen und denke, dass wir bezüglich meines Trainingspensums eine tolle Lösung gefunden haben“, schildert Mietzi. „Im Kader der Werkselfen stehen viele junge Spielerinnen. Ich hoffe, mich mit meiner Erfahrung, so gut es geht, einbringen und somit die Nachwuchsspielerinnen unterstützen zu können“, so die 28-Jährige weiter.
Die Verpflichtung bereitet der Elfen-Familie schon jetzt große Freude: „Franziska hat mich vor allem mit ihrer Offenheit, wie sie mit ihrer Verletzung umgeht, überzeugt“, sagt Trainerin Renate Wolf. „Wir hoffen, dass wir sie mit unseren außergewöhnlichen Rahmenbedingungen dabei unterstützen können, nochmals anzugreifen. Dass sie uns auf jeden Fall unterstützen wird, davon bin ich überzeugt“, so das Schlusswort der Chefin.


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Letzte Änderung am 08.07.2017 08:55 von leverkusen.
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