Stadtplan Leverkusen
06.06.2012 (Quelle: Polizei)
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Dreiste Betrüger bringen Rentner um seine Ersparnisse


80-Jähriger aus Leverkusen um hohe Summe Bargeld betrogen

Opfer dreister Trickbetrügereien ist ein Rentner (80) aus Leverkusen geworden. Dabei erbeutete eine mehrköpfige Tätergruppe Bargeld in fünfstelliger Höhe.

Bereits im Juli 2011 wurde der Geschädigte an der Haustür von einem Mann aufgesucht, der ihm einen Teppich zum Verkauf anbot.
Nachdem der 80-Jährige Kaufinteresse signalisiert hatte, brachte ihm der Verkäufer den Teppich nach Hause. Zur Begleichung der Kaufsumme wurde der Senior in ein Geschäft nach Leverkusen-Opladen bestellt, wo er die Summe bezahlte.

Nach diesem Kauf wurde der Rentner weitere Male von dem vermeintlichen Teppichhändler kontaktiert, weil dieser weiteres Geld benötige. Der Geschädigte tätigte insgesamt fünf bis sechs Zahlungen in bar an verschiedene Personen, die das Geld im Auftrag des Betrügers abholten.

Im Januar dieses Jahres meldete sich telefonisch ein weiterer Mann, der sich als Notar ausgab. Er informierte den Geschädigten, dass der "Teppichhändler" verstorben und er als Alleinerbe vorgesehen sei. Um das Erbe antreten zu können, sei eine Zahlung aufgrund von Steuern an das Finanzamt erforderlich. Auch diesen Betrag holte ein Kurier des vermeintlichen Notars bei dem Rentner persönlich ab.

Später erhielt der 80-Jährige weitere Anrufe von männlichen Personen, die angaben, sich als Bankdirektor und Notar um den Nachlass des vermeintlich Verstorbenen zu kümmern. Zur schnellen Abwicklung und Auszahlung des "Erbes" in fünfstelliger Höhe seien weitere Zahlungen erforderlich. Auch diese übergab der Rentner in mehreren Teilbeträgen in bar an ihm unbekannte Kontaktpersonen des Betrügers. Dabei sollte das Opfer über die Angelegenheit Stillschweigen bewahren.

Durch einen Zufall wurde der jüngere Bruder des Seniors auf die ungewöhnlich zahlreichen Kontoabhebungen aufmerksam und erstattete am vergangenen Montag (4. Juni) Anzeige.

Am Nachmittag des gleichen Tages kündigten sich die Täter bei dem 80-Jährigen erneut telefonisch an, um am Folgetag (5. Juni) einen weiteren Geldbetrag entgegen zu nehmen. Durch die Polizei bei der Anzeigenaufnahme sensibilisiert, verständigte der Geschädigte umgehend die Beamten. An der Wohnanschrift des Rentners nahmen die Polizisten schließlich vier Tatverdächtige fest.

Das Quartett wurde in Ermangelung von Haftgründen nach ihrer Vernehmung entlassen. Die Polizeibekannten erwartet nun ein Strafverfahren wegen Betrugs.

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor Anrufen von Unbekannten, die sich als Notare oder Rechtsanwälte ausgeben.

Hinweise können insbesondere ältere Menschen über das Seniorentelefon der Polizei Köln unter der Telefonnummer 0221/229-2299 und über das Kriminalkommissariat "Kriminalprävention/Opferschutz", Rufnummer 0221/229-8958, erhalten.


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Letzte Änderung am 14.10.2012 23:22 von leverkusen.