Drohender Freiheitsverlust bezüglich der Digitalisierung


Martin Schulz

Der Präsident des EU-Parlaments Martin Schulz, von der SPD sprach eine dringende Warnung bezüglich der Digitalisierung aus. In allen Lebensbereichen hat die Digitalisierung Einzug gehalten und somit wird das zu einem enormen Freiheitsverlust führen, der dramatische Folgen nach sich ziehen wird. Generell sehr Schulz die Entwicklung nicht pessimistisch, doch der Eingriff in viele Bereiche wie Gesellschaft oder Politik seien so umfassend, dass man mit deutlichen Umwälzungen rechnen müsse. Die Veränderungen wirken sich so durchdringend aus, dass es zu politischen Veränderungen kommen wird.

Besonders offensichtlich wird das aus Sicht des Parlamentspräsidenten Schulz bei der Verwaltung und Sammlung von den gewaltigen Datenmengen. Es werden nämlich nicht nur harmlose Daten, sondern auch viele Daten aus privaten und politischen Quellen gesammelt. Aufgrund der letzten Ereignisse sei man nun aber sehr hysterisch dabei die Daten zu sichern und somit könnten die Folgen unabsehbar sein. Die Liberalität, die demokratische und soziale Gesellschaft könnte darunter leiden. Über diese Themen muss man an einer politischen Gestaltung arbeiten und einen Weg mit der Technologie finden. Ein Bürger ist kein Wirtschaftsobjekt und sollte auch nicht dazu degradiert werden, außerdem hat der Staat kein Recht den Bürger in Generalverdacht zu stellen. Die Konsequenzen könnten sich negativ auswirken.

Schulz hat die digitale Veränderung mit den technischen Entwicklungen aus dem 19. Jahrhundert vergleichen, da zu dieser Zeit die Industrialisierung stattgefunden hat. Damals war man auf die Bewegung der sozialen Schichten angewiesen und das auch hier der Fall. Die Menschenwürde müsse gewahrt bleiben und ein Weg gefunden werden, eine Vereinbarkeit zu schaffen. Damit Europa auf dem neusten Stand arbeiten kann, braucht es eine Weise und vorausschauende Wirtschaftspolitik, so bleibt die Unabhängigkeit gewahrt. Schulz warnte nochmals eindringlich davor, die Menschen herabzusetzen und sie als Konsumwesen wahrzunehmen. Die Grundwerte müssen auf jeden Fall verteidigt werden, gerade in der heutigen Zeit sei das von großer Bedeutung und Wichtigkeit.

Foto: Martin Schulz (über dts Nachrichtenagentur)

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